Bringt was neues

Das Bundesamt für Umwelt (Bafu) hat einen bahnbrechenden Bericht veröffentlich. Laut diesem kostet der Klimawandel die schweizerische Wirtschaft im Jahr 2050 eine Milliarde Franken pro Jahr. Dramatisch? Eine Milliarde ist etwa ein vierhundertfünfzigstel unseres Bruttoinlandproduktes. Klingt schon nicht mehr so dramatisch, das ist wohl im Bereich der statistischen Unschärfe. Vor allem wenn es sich um eine Schätzung auf 43 Jahre in die Zukunft hinaus handelt.

In einem weiteren Bericht (gleicher Artikel) wird das Bafu sogar noch kreativer: ein schrumpfender Luxusgütermarkt sowie sinkende Nachfrage nach Investitionsgüter können die Wirtschaft zunehmend schädigen. Die Seriosität einer solchen Aussage muss ich doch sehr in Zweifel ziehen, aus folgenden Gründen:

1) Vergleichen wir die Schweizer Wirtschaft 2007 mit derjenigen von vor 43 Jahren, gab es eine erhebliche Verschiebung der Wirtschaft. Woher weiss das Bafu was in 43 Jahren die wichtigen Sektoren sein werden?

2) Die Nachfrage nach Luxusgütern hängt von vielen Faktoren ab; Klimawandel und Umweltzerstörung sind dabei sicher nicht elementar. Obwohl China zurzeit seine Umwelt regelrecht mit Giften imprägniert, stieg gerade die Nachfrage nach Luxusartikeln in diesem Land überproportional.

3) Durch einen allfälligen Temperaturanstieg werden sicherlich enorm viele Investitionen fällig, beispielsweise im Hochwasserschutz. Es ist wohl gewagt, grundsätzlich eine Abnahme der Nachfrage zu prognostizieren.

Also Bafu, zurück an den Start.

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